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Erfolgreicher Kronberger Herbstmarkt 11. und 12. September 2010 "Frauen für Frauen"

Seit 10 Jahren nimmt die brasilianische Frauenorganisation "Imbradiva e.V. Frankfurt" am Kronberger Herbstmarkt teil, und macht damit auf ihre erfolgreiche Arbeit zur Integration Portugiesisch sprechender Frauen aufmerksam. Finanziell unterstützt wird der Auftritt von Imbradiva e.V. durch das Frauenteam von FOCCOS-Immobilien Kronberg.
Die von den brasilianischen Frauen frisch zubereiteten brasilianischen Speisen werden von den Marktbesuchern begeistert angenommen und konsumiert. Dabei darf das brasilianische Nationalgetränk "Caipirinha" selbstverständlich nicht fehlen. Für dessen Zubereitung und Ausschank sorgen die als "Caipinheros" auftretenden Freunde der Imbradiva aus Kronberg, die seit vielen Jahren einen festen Kreis von Stammkunden haben. Unter anderen sind dies die Mitarbeiter der in der Hainstraße aufgebauten Stände der Kronberger Handwerksbetriebe und deren Kunden. Nach eigenem Bekunden wird der Genuss des köstlichen Getränkes dadurch gesteigert, dass man den guten Zweck der Integration von anderssprachigen Frauen fördert. Die bei dem Markt erzielten Einnahmen sind seit 10 Jahren für Imbradiva e.V. eine regelmäßige finanzielle Grundlage für ihre Projektarbeit.
Der Verein mit seinen ausschließlich ehrenamtlich tätigen Frauen wurde von der Stadt Frankfurt als Träger einer internationalen Kita für Kinder unter drei Jahren anerkannt. Die Kita "Curumin", eine indianische Bezeichnung für "alles was jung und am wachsen ist", begann ihre wegweisenden Aktivitäten im März 2009 in Frankfurt Bockenheim, Wildunger Straße 7-9 mit zwei Gruppen von jeweils elf Kindern. Ziel ist eine mehrsprachige Erziehung der Kinder in Deutsch-Portugiesisch und Deutsch-Englisch.
Wie jedes Jahr erlebten die Herbstmarktbesucher vor den Räumen von FOCCOS-Immobilien auch die brasilianische "Capoeira-Berimbau-Kampftanz-Gruppe" vom Turnverein Frankfurt-Bornheim mit seinem Leiter Daniel Paulo Barbosa zu Gunsten des Imbradiva Vereins.
Aktuell bietet der Leiter der Capoeira-Gruppe, Daniel Paulo Barbosa am 18. Sept. und 16. Okt. 2010 jeweils von 16 bis 17.30 Uhr in den Räumen des Kronberger MTVs einen "Capoeira-Workshop" an.

Informationen

Das Wesen der Inflation

Von Thorsten Polleit
(aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 05.10.2009)

Wohl kaum ein ökonomisches Phänomen wird in der Öffentlichkeit so missverstanden wie Inflation. Sie bezeichnet üblicherweise steigende Preise, also den Verlust der Kaufkraft des Geldes. Doch Inflation ist vor allem eines: Sie ist eine nicht marktkonforme Umverteilung, bei der die einen auf Kosten der anderen profitieren. Die Verwirrung kam mit der Praxis, Inflation durch Preisindizes abzubilden. Früher bezeichneten Ökonomen das Anwachsen der Geldmenge als Inflation. Die Richtigkeit dieser Sichtweise lässt sich einfach erklären. Man nehme einmal an, die Geldmenge nimmt zu, während das Güterangebot unverändert bleibt. Die Preise werden tendenziell ansteigen. Das Ausweiten der Geldmenge geht einher mit steigenden Preisen.
Was aber, wenn die Geldmenge und die Gütermenge ansteigen? Die Preise werden tendenziell unverändert bleiben. Es wäre doch eine Fehldeutung, würde man meinen, der Geldmengenanstieg sei "neutral". Die gestiegene Geldmenge bewirkt, dass Verkäufer die gestiegene Gütermenge zu unveränderten Preisen verkaufen können, und verhindert, dass Käufer zu verminderten Preisen kaufen können - und die Preise wären niedriger, wenn die Geldmenge nicht erhöht worden wäre.
Es sind folglich nicht die Preise, sondern es sind die Veränderungen der Geldmenge, die die Umverteilung anzeigen. Der irische Bankier Richard Cantillon erkannte bereits im 18. Jahrhundert, dass diejenigen, die die neue Geldmenge zuerst erhalten, zu unveränderten Preisen kaufen können. Diejenigen, die sie später erhalten, müssen zu leicht erhöhten Preisen kaufen, und diejenigen, die die Geldmenge zuletzt erhalten, sind die großen Verlierer ("Cantillon-Effekt").
Inflation mittels Preisindizes abbilden zu wollen führt in einer wachsenden Wirtschaft zu einer Unterschätzung der Umverteilungswirkung, die mit dem Anwachsen der Geldmenge in Gang gesetzt werden. Und je stärker die Geldmenge wächst, desto drastischer fallen die Umverteilungswirkungen aus. So hat die Europäische Zentralbank von Anfang 1999 bis Mitte 2009 die Geldmenge M3 um 112 Prozent ausgeweitet, während das Güterangebot in dieser Zeit nur um knapp 16 Prozent gestiegen ist. So wurden etwa die Bewohner derjenigen Länder im Euro-Raum begünstigt, in denen die Geldmenge besonders stark gestiegen ist - auf Kosten derjenigen, in deren Land die Geldmenge weniger stark angewachsen ist.
Die Politik der unablässigen Geldmengenausweitung schwört zudem noch ein Verschuldungsproblem herauf: Die Geldmenge wird durch die Kredite produziert, deren Zunahme regelmäßig größer ausfällt, als die Einkommen steigen. Immer weiter anschwellende Schuldenlasten provozieren  den Ruf nach noch immer mehr Kredit und Geld zu immer niedrigeren Zinsen - also zu immer mehr Inflation. Damit die Schäden nicht noch größer werden, ist es höchste Zeit, dass die Geldpolitik, die sich in den letzten Jahren verselbstständigt und in den Grundlagen solider Volkswirtschaftslehre abgelöst hat, wieder auf eine solide Grundlage zurückgeführt wird.

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