„Familien träumen nach wie vor von einem freistehenden Einfamilienhaus“
Interview mit Anna Barbara Jaeschke, Geschäftsführerin FOCCOS-Immobilien GmbH
Auf welche Objekte legt FOCCOS-Immobilien seinen Fokus?
ANNA JAESCHKE: Auf die Vermittlung von anspruchsvollen „Bestands-Immobilien“ im Verkauf und der Vermietung sowie dem Verkauf von Grundstücken und daraus folgenden Neubau- Vorhaben mit Häusern oder Eigentumswohnungen in den besten Vordertaunus-Lagen.
Sie bieten Verkaufsinteressenten eine kostenlose Bewertung von Immobilien an. Welche Faktoren spielen in eine solche Bewertung hinein?
JAESCHKE: Entscheidender Faktor ist die Lage einer Immobilie. Sie ist nicht veränderbar wie ein Gebäude und muss als Ausgangssituation respektiert werden. Zur Nachvollziehbarkeit werden die aktuellen amtlichen Grundstücks- Bodenrichtwerte zugrunde gelegt. Über diesen statistischen Wert hinaus kann jedoch aufgrund der Marktkenntnise des Maklers eine beträchtliche Abweichung bei der Bewertung auftreten. Das Alter, der bauliche Zustand und die Ausstattung der Immobilie sind letztlich ausschlaggebend für eine realistische Preisfindung. Hohe Wohn- und Energie-Nebenkosten sind eine Hürde im Wiederverkauf. In diesem Zusammenhang hat der energetische Zustand eines Gebäudes in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen.
Ihre Firma arbeitet mit einem reinen Frauenteam. Wirkt sich das auf Ihre Geschäftstätigkeit aus?
JAESCHKE: Als wir vor 15 Jahren die Firma gründeten, waren wir im ersten Jahr zwei weibliche und zwei männliche Partner. Danach hat sich unter meiner Leitung ganz bewusst ein Team aus lebenserfahrenen älteren Frauen sowie jüngeren Müttern gebildet. Als Frauen sind wir glaubhafter in der Lage, die Rolle der Frau beim Verkauf, Erwerb und der Anmietung einer Immobilie wichtig zu nehmen und zu berücksichtigen. Mit diesem Akzent stoßen wir bisher allgemein auf positive Resonanz!
Ihr Unternehmen konzentriert sich auf Objekte im „Speckgürtel“. Viele Mitbewerber reden der Urbanisierung das Wort. Was entgegnen Sie?
JAESCHKE: Im Rhein-Main-Gebiet wird Bauland immer knapper. Für Neubauprojekte im bezahlbaren Rahmen müssen Grundstücke immer kleinteiliger parzelliert werden. Diese verdichtete Siedlungsstruktur wird mit dem positiven Ausdruck Urbanisierung belegt. Nach meiner Erfahrung träumen jedoch die meisten Familien nach wie vor von einem möglichst freistehenden Einfamilienhaus mit weitläufigem Garten. Die Kunst muss es sein, Angebote zu machen, die diesem Traum möglichst nahe kommen und dennoch verkehrstechnisch optimal angebunden sind.
Originalartikel (Quelle: FAZ) hier zum Download